Babyalarm in der Wildtierstation

Babyalarm im Hause Kaar, das bedarf Betreuung der Winzlinge rund um die Uhr, das bedeutet, Schlaf ist nur stundenweise möglich!  Anfangs müssen die Babys alle 1 bis 2 Stunden gefüttert werden, später reichen alle 3 Stunden. Auf die Frage nach Schlaf, antwortet Gabi lapidar: „Da muss ich halt auch tagsüber schnell mal ein Nickerchen machen.“

Groß ist momentan die Artenvielfalt an Tieren, die Hilfe benötigen und sich im Haus der Familie Kaar befinden.

Hier sagen sich Fuchs und Hase im wahrsten Sinn des Wortes Gute Nacht! Zum Fuchs und Hasen gesellen sich 5 Hörnchen, Igel und mehrere Rehkitze – alles Tiere, die von Gabi Kaar aufgezogen und auf die Auswilderung vorbereitet werden.

Hörnchen:

Die 5 Hörnchen stammen von einem gefälltem Baum in Vorchdorf; aufgrund der Größe konnte sich die Mutter nicht mehr um ihre Jungen kümmern. Ein Tierfreund hat sie gefunden und die etwa 2 Wochen alten Tiere in die Reindlmühl gebracht.

Hauskaninchen:

Im zarten Alter von 3-4 Stunden! wurde das ausgesetzte Tier in Vöcklabruck/Dürnau gefunden. Nun ist das Junge etwa 14 Tage alt und durfte ihre Ziehmutter bereits verlassen: es kam zu einer „Pflegemutter“ mit mehreren Artgenossen, um dem Tier ein Aufwachsen mit Seinesgleichen zu ermöglichen.

Feldhase:

Eine Hand voll Etwas kam mit ca. 7 Tagen zur Betreuung ins Aurachtal. Der Winzling wurde von einem Hund apportiert und von einem kleinem Mädchen gerettet. Er wird wieder gesund und kann dann auch wieder das Leben in Freiheit geniessen.

Fuchs:

Mit etwa 2 Wochen wurde er schwer verletzt beim Wasserwerk in Bad Ischl gefunden, vom örtlichen Tierarzt versorgt und in die Wildtierstation zur weiteren Betreuung gebracht. Er dürfte Opfer einer Katze geworden sein. Er hat sich aufgrund der guten Pflege von Gabi Kaar und vom Tierarzt der Tierklinik (auch sonntags!) in Cumberland bestens erholt und wird wieder vollkommen gesund. Danach kann er im Raum Gmunden wieder in die Freiheit entlassen werden.

Rehkitz:

Schwer krank und schwach wurde das Kitz in Frankenmarkt hilflos neben der Bundesstraße gefunden und hätte ohne Hilfe keine Überlebenschance gehabt.

Das nun 6 Wochen alte Bambi hat keinen Saugreflex, was jede Fütterung zum Abenteuer macht – aber mit geduldiger und aufopfernder Betreuung wird auch dieses Wildtier nach der Gesundung wieder in Freiheit entlassen.

Momentan befinden sich 25 Wildtiere, aufgeteilt in 7 verschiedenen Tierarten in der Wildtierstation. In den letzten beiden Wochen konnten zwar 13 Hörnchen nach der Aufzucht erfolgreich ausgewildert werden; aber es kommen ständig neue Pfleglinge dazu.

Um solch großartige Hilfe leisten zu können muss so einiges an Geld in die Hand genommen werden! Die tierärztliche Versorgung und das Spezialfutter sind sehr kostenintensiv, dass nur mit Hilfe von Spenden und eigenem finanziellem Aufwand bewältigt werden kann. Gabi Kaar: „Leider werden Wildtierstationen nicht, so wie die Tierheime, von der öffentlichen Hand gefördert, daher sind wir für jede auch noch so kleine Spende sehr sehr dankbar“

Die Kontonummer der Wildtierstation Aurachtal: AT52 3451 0000 0202 9320

https://www.igelhof-aurachtal.at/